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Nein zu «No Billag»

Von SP Aesch-Pfeffingen, 1. Februar 2018

Wenn ich das Wort Billag höre, kommt mir als erstes immer die ungeliebte Rechnung in den Sinn, die mir jedes Jahr so gar nicht willkommen ist. Jedes Mal denke ich zuallererst: Und das für den Mist, den sie im Fernsehen zeigen. Im ersten Moment denke ich auch, die würde ich am liebsten abschaffen. Aber es geht ja schliesslich nicht nur um die Rechnung.

Wenn ich es mir dann genauer überlege: Was wäre, wenn es die Billag nicht mehr geben würde? Somit könnte die SRG und mit Ihr viele andere Medienunternehmen nicht mehr überleben. Das Fernsehen, so wie ich es seit meiner Kindheit kenne und sehr schätze, würde es nicht mehr geben. Die Lokalradiosender, die mich jeden Morgen im Auto zur Arbeit begleiten, würden aussterben. Arbeitsplätze, auch hier in der Region, wären gefährdet.

Der FCB spielt in der Champions League und ich will es mir vor dem Fernseher gemütlich machen und mitfiebern, doch nichts wird übertragen? Kein spannendes Tennisspiel von Roger Federer mehr? Und was würden Herr und Frau Schweizer ohne unser Skirennen machen? Dies ist mir dann schon ein unvorstellbarer, auch trauriger Gedanke. Denn genau diese Themen verbinden uns Menschen ja auch. Schliesslich wird danach auch darüber geredet. «Hast du das Spiel auch gesehen?» All dies würde wegfallen. Jeder einzelne würde für jedes seiner Themen ein eigenes TV-Abo abonnieren. Und Ende des Jahres? Müsste ich feststellen, dass der Preis all dieser Abos viel teurer kommt als die Billagrechnung.

Deshalb, im Sinne einer einigen, solidarischen Schweiz stimme ich am 4. März dieses Jahres Nein zu «No Billag»!

 

Claudia Zumsteg, SP