FÜR ALLE STATT FÜR WENIGE


Ja zur Spitalfusion

Von SP Aesch-Pfeffingen, 31. Januar 2019

Schon lange hat keine Abstimmung mehr so polarisiert und die Gemüter erhitzt wie die bezüglich der Fusion des Kantonsspital Baselland mit dem Universitätsspital Basel. Da ich als Pflegefachfrau und Angestellte eines dieser Spitäler selber betroffen bin, habe ich mir sehr viele Gedanken gemacht und mich in meiner Umgebung viel umgehört. Gerade das Pflegepersonal hat Angst vor schlechteren Anstellungsbedingungen. Die verschiedenen Meinungen machen es einem nicht wirklich einfach, zu entscheiden, was gut sein wird für uns, da wir leider nicht in die Zukunft schauen können. Doch das müssen wir. Es ist an der Zeit, nicht mehr immer am Alten hängenzubleiben. Wir müssen vorwärtsschauen. Es ist unsinnig in allen vier Standorten dieselbe medizinische Versorgung anzubieten. Das Partikularinteresse muss für einmal dem Wohl unserer Region untergeordnet werden. Das Einzugsgebiet eines Unispitals hat etwa 1,5 Millionen Menschen, Basel hat 200’000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Stadt braucht das Land und umgekehrt. Nur mit einer gemeinsamen Spitalplanung können wir etwas gegen die steigenden Kosten im Gesundheitswesen machen! Zudem gibt es bei einem Nein keine konstruktive Alternative. Besonders ein Standort wäre demnach sehr gefährdet. Es ist illusorisch, zu meinen, es bleibt alles so wie es ist.
Deshalb stimme ich nach langem Überlegen mutig und offen für Neues überzeugt Ja zur Spitalfusion am 10. Februar 2019.

Claudia Zumsteg, Landratskandidatin SP