FÜR ALLE STATT FÜR WENIGE


Geld arbeitet nicht – Menschen schon!

Von SP Aesch-Pfeffingen, 14. September 2021

Unentschieden, wie man bei der 99%-Initiative stimmen soll? Dafür genügt ein einfacher Test: Nehmen Sie eine 20er Note. Legen Sie diese frühmorgens auf den Tisch. Abends schauen Sie nach, wie viel Wert die Note erschaffen hat, während Sie weg waren. Die Antwort ist klar: gar keinen. Wirtschaftlicher Wert – also Produkte und Dienstleistungen – entstehen durch Arbeit von Menschen, nicht durch die Vermehrung von Kapital. Menschen erarbeiten den Profit, den andere dann als Zinsen, Mieten oder Dividenden ausbezahlt erhalten. Und trotzdem werden heute jene, die für ihr Geld arbeiten, steuerlich schlechter gestellt als jene, die von Einkommen aus Dividenden leben. Genau das will die 99%-Initiative ändern.

Die Initiative will, dass zukünftig Einkommen aus Dividenden, 1,5-mal mehr besteuert werden als Einkommen aus Arbeit. Damit wird in unserem Steuersystem endlich abgebildet, wer unser Land am Laufen hält. Es sind all jene, die von Lohn und Rente leben und jeden Tag ihr Bestes für unsere Gesellschaft beitragen – ob als Verkäuferin, Lehrer, Hausmann oder als Krankenpflegerin. Auf der Arbeit, die jede und jeder jeden Tag leistet, fusst der Wohlstand der Schweiz. Und dies soll endlich anerkannt werden. Deswegen empfehle ich Ihnen am 26. September die 99%-Initiative zur Annahme.

Jan Kirchmayr, Landrat SP