Die sogenannte «Nachhaltigkeitsinitiative» ist in Wahrheit eine Initiative der Angst und der Isolation. Das ist keine nachhaltige Politik. Sie bedroht nicht nur unseren wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft.
Sie möchten eine gute und funktionierende medizinische Versorgung und schätzen die professionellen Leistungen unserer Spitäler? Wer soll in Zukunft unsere älteren Mitmenschen pflegen und betreuen? Wer arbeitet in den Produktionen und im Baugewerbe?
Ein radikaler Zuwanderungsstopp, wie ihn die Initiative fordert, würde den bereits heute massiven Fachkräftemangel ins Unerträgliche steigern. Spitäler, Baustellen, Produktionsbetriebe und Altersheime könnten ihren Betrieb kaum noch aufrechterhalten, und unser Wohlstand wäre direkt gefährdet.
Das grösste Risiko ist die politische Isolation: Wird die willkürliche 10-Millionen-Grenze überschritten, muss die Schweiz die Personenfreizügigkeit kündigen. Dies aktiviert unweigerlich die Guillotine-Klausel und zerstört auf einen Schlag sechs weitere wichtige Bilaterale Abkommen mit der EU. Wir dürfen dieses über Jahrzehnte aufgebaute Fundament nicht aus purer Angst aufs Spiel setzen.
Wir möchten eine gut funktionierende Wirtschaft und wir möchten uns auf das bewährte soziale Netzwerk verlassen können.
Deshalb empfehle ich ein Nein zu dieser gefährlichen, unsozialen und unseriösen Vorlage.
Pascale Schnell, Co-Präsidentin SP Aesch-Pfeffingen